ADFC Kreisgruppe wird aktiv

Neunkirchen besaß einst am Hüttenberg die steilste Straßenbahn Europas, was gewisse Rückschlüsse auf das dortige Relief und seine Fahrradfreundlichkeit zulässt. Gleichwohl hat auch die zweitgrößte Stadt des Saarlandes ihr Potential für eine Steigerung des Radverkehrs noch lange nicht ausgeschöpft. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) will nun mit einer neuen Kreisgruppe dazu beitragen, die Infrastruktur (Wege, Abstellanlagen) zu verbessern und auch mehr Werbung für das Radfahren zu betreiben.
Seit Herbst des vergangenen Jahres haben sich deshalb viele ADFC-Mitglieder aus Neunkirchen und Umgebung sowie andere interessierte Radfahrer mehrfach getroffen und Ideen entwickelt, wie die Bedingungen für Radfahrer weiter verbessert werden können. So wird z.B. am 14. April eine Radtour mit Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung durch Neunkirchen durch den ADFC organisiert, um auf Verbesserungsmöglichkeiten hinzuweisen. Auch ein Tourenprogramm für Neunkirchen und Umgebung ist in Vorbereitung.
Um einen Rahmen für all diese Aktivitäten zu haben und um in der Region feste Ansprechpartner zu etablieren, hat der ADFC nun am Donnerstag im Turnerheim in Wellesweiler eine Kreisgruppe Neunkirchen gegründet. Zu Sprechern der Gruppe wurden Axel Birtel und Udo Lehmann gewählt, um das Radtourenprogramm wird sich Markus Volz kümmern. Die Gruppe wird sich regelmäßig treffen und lädt auch Nicht-Mitglieder herzlich zur Mitarbeit ein.

Thomas Fläschner, ADFC – Saar

Radfahrrunde in Neunkirchen

Ein gelungener Einstieg war das erste, vom Landesvorstand des ADFC angeregte Treffen, von ortsansässigen Mitgliedern und weiteren Radfahrbegeisterten in Neunkirchen. Mit 17 Teilnehmern hatte im Vorfeld keiner gerechnet, daher war der ausgewählte Raum im katholischen Pfarrzentrum in Neunkirchen-Wellesweiler eigentlich zu klein. Trotzdem waren alle Teilnehmer von der Veranstaltung begeistert. Unter Leitung von Landessprecher Thomas Fläschner diskutierten die anwesenden Pedalisten über viele radfahrerische Alltagsprobleme in der Region. Der Gesprächsrunde war schnell klar, dass an touristische Radrouten andere Maßstäbe gestellt werden müssen, als an Alltagsradwege.

Durch die Teilnahme des Neunkircher Bürgermeisters Aumann, der selbst begeisterter Radfahrer ist, wurde der Meinungsaustausch stark gefördert. Aumann zeigte ein offenes Ohr für die kleinen und großen Probleme der Anwesenden. Er bemerkte, dass der ADFC durch seine zukünftige Mitwirkung bei der Verkehrswegeplanung der Kreisstadt vieles für die Radfahrer bewegen könne.

Die Ankündigung des Verwaltungsfachmanns, dass der bessere Anschluss des Stadtzentrums an das überörtliche Radwegenetz bereits beschlossene Sache sei, wurde von den Anwesenden begeistert aufgenommen.

Im Rahmen der Diskussion wurde von verschiedenen Teilnehmern darauf hingewiesen, dass für die alltägliche Radnutzung Verbesserungen des Fuß-Radweges in der Blies Straße bzw. Unteren Blies Straße dringend nötig sei. Insbesondere an den Einfahrten vor den Einkaufs-Märkten kommt es nach den Beobachtungen der Teilnehmer regelmäßig zu gefährlichen Situationen.

Im Laufe des Gespräches wurde auch klar, dass bei der Sanierung von Verkehrswegen der Radverkehr oft vergessen wird. An dieser Stelle sagte Aumann zu, dass bei der Markierung der zur Zeit in der Instandhaltung befindlichen Bergstraße in Wellesweiler der Radverkehr berücksichtigt werde.

Zusammengefasst wurde festgestellt dass die Radwegeführung insbesondere im Stadtteil Wellesweiler stark verbesserungsbedürftig sei .

Zur Verbesserung der Sicherheit im Bereich des Torhausweges in Kohlhof wurde vorgeschlagen den vorhandenen Radstreifen in einen Schutzstreifen umzuwandeln.

Martin Schweizer, ein in Neunkirchen geschäftsansässiger Radhändler berichtete, dass sich durch die augenblicklichen Verkaufszahlen im Radhandel ein Boom beim Radfahren anzeige. Schweizer prophezeite Politikern und Verwaltung eine Verdoppelung des Radverkehrs in der Region Neunkirchen. Zuvor hatte Aumann auf die knappen Mittel der öffentlichen Hand hingewiesen und vorgetragen, dass man es sich nicht erlauben könne, Geld für dann nur wenig genutzte Radwege auszugeben.

Nicht unerwähnt blieb das neue Straßenverkehrskonzept der Stadt Bexbach. Die Anwesenden könnten die Einbindung des Radverkehrs in das Konzept bisher noch nicht erkennen. Der Landesvorstand des ADFC wird hier Kontakt mit der Stadt Bexbach auf-nehmen.

Nach zweistündiger Diskussion verabredeten sich die Teilnehmer auf eine weitere Gesprächsrunde Ende November. Für das Frühjahr 2016 wurde eine Besichtigung der neuralgischen Punkten im Radwegenetz in Neunkirchen angekündigt.

Axel Birtel

Fahrrad fahren warum?

Der Mensch ist von Natur aus träge. Ab einem gewissen alter stellt er der Mensch, dann fest, das er für seinen Körper was tuen muss. Der eine fängt an zu laufen und der andere entdeckt das Fahrrad für sich.

Im saarländischen Hügelland ist das mit dem Fahrrad fahren bisher so eine Sache. Der nächste Hügel oder Berg kommt bestimmt. Die moderne Fahrradtechnik biete neuerdings aber probate Lösungen an. Das E-Bike oder Fahrrad mit Motorunterstützung läßt machen Zeitgenossen staunen. Da soll es älter Fahrradfahrer geben die die steilsten Berge der Region erklommen haben. Auf den touristischen Fahrradwegen kann man folgende Szenen beobachten. Ein junger drahtiger Rennradfahrer steht am Berg voll in den Pedalen und wird dann vom „Opa“ mit dem E-Bike überholt.

Wer nun meint, dass mit den elektrischen alles machbar sei irrt gewaltig. Ersten kommt aus den modernen „Alu-Esel“ nur was raus wenn man hinein tritt und zweitens der Akku ist nach solchen Aktionen auch schnell alle.

Kurzgesagt: Die Bewegung machts. Mir tut das Radfahren gut!!

Axel Birtel